Es ist Nacht. Und Nacht wird es bleiben.
Der Weg ist unklar; die Situation auch.
Was aus dem Dunkel kam, geht in dieses zurück,
und der Dämmer machte sich erst gar nicht auf den Weg.
So schien die Uhr zu stocken; obwohl sie tickte.
Und der Puls schlug enorm am Handgelenk.
Aus dem hellen Herzen ging es in das der Finsternis.
So sollte es sein; so wollte es der Umstand.
Perle, die Hauptstadt weit hinter dem Ural,
hatte den alleinigen Glanz verloren
und ließ sich nun in den Gehirnen nieder.
Diese waren darauf nicht vorbereitet
und schalteten auf Durchgang.
So blieb ein Gefühl im Raume stehen,
das hatte keinen Herrn und keine Diener.
Es nagte vor sich hin;
darüber gibt es nichts zu sagen.
Aber die Zeit ist eine große Meisterin.
Sie badet und hegt und umsorgt.
Nur: sie vergißt nicht.
Keine einzige Sekunde Vergessen;
kein einziger, passabler Leumund.
Die Narbe bricht wieder auf;
das Messer kehrt in die Wunde zurück.
Und verschwindet darin in Gänze.
Was sagt aber das Herz dazu;
und spricht es, und vielleicht nur mit kleinem Ton?
Nein, das Herz hat keine Stimme und keinen Takt.
Das Herz ist nur geliehener Klimbim.
Seiner selbst manchmal kaum mächtig
und zittrig zugleich.
Das Herz stört und Menschen,
sagen die Gedanken und wenden sich ab.
So steht das Herz alleine da und verkommt.
Verkommene Herzen aber sammeln sich
unter einer Standarte ohne Wappentier.
Es ist die Fahne von Lug und Trug.
Lug ist für die Logistik zuständig;
Trug für die Manöver.
Beide ergeben einen Sinn.
Den Feinsinn; den gehobenen Anspruch.
Der im Anzug daherkommt
und mit HERR angesprochen werden möchte.
Dieser Anspruch aber ist ein Verhängnis.
Es hängt seine Kleider nach dem Winde
und ist darünter nackt.
Nackt, bloß und verdorben.
Dieses Verhängnis hat ein Verhältnis
mit dem Auge.
Mit dem linken und dem rechten;
nie mit beiden Augen gleichzeitig.
Und diese Augen wiederum sind völlig nutzlos,
denn sie können nichts erkennen.
Duster ist es.
Es ist Nacht. Und Nacht wird es bleiben.