überwältigt von der schönheit der natur
setzt sich der priester ins kühle nass
einer wiese kleinbauern hämmern
stehenden fußes zaunpfähle im
frühjahr der priester neigt sich
über kelchen rispen und knospen
die kleinbauern hämmern stets bis
zur mittagszeit außer sonntags der
priester lobt seine semipermeable soutane
in der mittagspause knien die kleinbauern
neben hämmern und zaunpfählen im gras
der priester studiert die biologie des frühjahrs
aus seiner soutane zieht er eine illustrierte
pflanzenfibel er liest fließend latein das
hämmern der kleinbauern erfüllt die
ansonsten ruhige frühjahrsluft der priester
ruft die wiesenflora bei ihrem lateinischen
namen die hämmer der kleinbauern sprechen
sonntags nie in der pflanzenfibel
findet sich einiges an biologischem
grundwissen des frühjahrs die soutane
wird an den knien feucht sowie
der priester einige kelche knickt in
mittagspausen lehnen kleinbauern am zaun
in der milde des nachmittags liegen
die kontinente beieinander wie schläfrige
kühe die wiesen der ozeane sind sehr blau
mister magellan zeichnet in sein geheimes
tagebuch die kontinente räkeln sich
in der milde des abends mister magellans
seekarten sind schattenrisse von heimischem
vieh wie auch träume der spanischen
königin in der milde der nacht nähren sich
die kontinente an den wiesen der ebbe
an den wiesen der flut mister magellan
skizziert die küstenlinien der kühe
in der milde des morgens schimmern
die noch leeren seiten des magellanschen
tagebuches weit heller als die träume der
königin wie frischmilch der kontinente
guten tag herr gutenberg spricht ein mainzer
winzer er zwinkert dem meister zweiäugig zu
er weiß der gutenberg druckt weisheiten
aus weinpressen das schwarz und weiß
ist meister johanns sache während sie
hinab in den keller steigen tauschen sie
druckreife news der winzer lässt das winzern
er ist zwinkernder geselle gutenbergs geworden
am anfang sei der bleisatz spricht johann
der winzer nickt macht licht im keller und
weiß was zu tun ist er panscht die schwärze
er zapft das letzte fass im feuchten keller
vielfältig werden die alten weisheiten nun
unter dem druck der presse gutenberg sinnt
über gute schriften nach bleischwer und reif zum
druck sollen sie sein der winzer keltert seite eins
tritt ein bergbach über die ufer sammeln
die kleinbauern auf wiesen forellen ein
ein bergbach tritt über die ufer wenn viel
schnee schmilzt unter der sonne kleinbauern
tragen die von ihrem element getrennten forellen
in großen körben nach der küche der bergbach
lässt die überfluteteten wiesen fischreich
hinter sich die kleinbauern beschauen die
eingesammelten forellen genau wenn viel schnee
schmilzt tritt der bach weit über seine ufer
die forellen die sich aus ihrem element heraus in die
wiesen hinein getraut haben liegen bald schon in den küchen
der kleinbauern der bach macht sich auf wieder
zwischen seine ufer zu gelangen die kleinbauern finden
auf wiesen die forellen schnell sie glänzen hell unter der sonne
im vergleich zu den weißen schafen sind die braunen
schwarz und stehen feucht wie schwämme im nebel
die weißen schafe sind gelblich im vergleich zum nebel
und kauern im vergleichsweise grünen gras sie käuen wieder
die kinder der kleinbauern wollen die schafe nicht scheren
sie mögen feuchte wolle nicht in grünen kleidern aus grobem
stoff gehen sie über vergleichsweise feine wiesen sie wollen
ohne die im nebel feuchten schafe wieder nach hause die
schafe kauen wieder feuchtes gras die kinder der kleinbauern
wollen den schafen nicht in die wolle greifen sie wollen ins
haus zurück stehen aber ratlos im gras leicht treibt der nebel
um die im vergleich schwermütigen kinder die feuchten schafe
fressen gras und lecken den kindern die vergleichsweise
warmen hände während die kleinbauern mit scheren auf
die frische wolle warten schauen die kinder durch den nebel
zum haus hin die kleinbauern stehen im türrahmen und
rufen laut nach den kindern die durch den vergleichsweise
leisen nebel mit ungeschorenen schafen den heimweg antreten